Überwältigende Mehrheit unterstützt Forderungen des S-Bahn-Bündnis Ost

Den Menschen im Münchner Osten reicht es: Das Bahnnetz muss jetzt ausgebaut werden

27. September 2018 Die Menschen im Münchner Osten drängen mit überwältigender Mehrheit auf den Ausbau des Schienennetzes, weil die S-Bahn schon heute an ihrer Belastungsgrenze angekommen ist. Sie würden dafür auch das Auto stehen lassen. Das ergab eine aktuelle Online-Umfrage des S-Bahn-Bündnis Ost, an der seit Juni mehr als 800 Personen teilgenommen haben.

  • Neue Umfrage ergab: 92 Prozent der Befragten wollen dann verstärkt das Auto stehen lassen
  • Flaschenhals im Münchner Osten wird immer enger
  • S-Bahn-Bündnis Ost: Überwältigende Mehrheit unterstützt unsere Forderungen

Die Umfrage des S-Bahn-Bündnis Ost zeigt klare Ergebnisse: 93 Prozent der Befragten wollen, dass das Schienennetz zwischen München-Ost und Markt Schwaben ausgebaut wird. 92 Prozent würden dann sogar regelmäßig das Auto stehen lassen und auf die S-Bahn wechseln. Damit würde auch das Straßennetz spürbar entlastet.

Um die Leistungsfähigkeit und Qualität des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) zu verbessern und damit fit für die Zukunft zu machen, reiche der Bau der zweiten Stammstrecke allein nicht aus: Das meinen knapp 87 Prozent. Ein weiteres Problem sei, dass die Messestadt-U-Bahn U2 bei großen Messen in Riem überlastet sei. Das gaben 72 Prozent der Befragten an.

Die Überlastung des ÖPNV wird auch bei der Frage der Qualität deutlich: Die sei auch im Münchner Osten sehr „verbesserungsfähig“. Nur 30 Prozent der Befragten sind damit sehr oder wenigstens überwiegend zufrieden. Explizit nach der Zuverlässigkeit befragt, sank die Zahl sogar auf rund 19 Prozent.

Mehr als 800 Personen nahmen seit Juni an der Studie des S-Bahn-Bündnis Ost teil. Für mehr als 90 Prozent ist die S-Bahn das Hauptverkehrsmittel. 77 Prozent der Befragten nutzen den ÖPNV in München täglich oder mehrmals wöchentlich. Davon sind 75 Prozent vor allem beruflich unterwegs, und 60 Prozent in der Freizeit. Für Einkaufen und Reisen nutzen 27 Prozent die S-Bahn.

Die Teilnehmer der Online-Umfrage kommen aus dem ganzen Raum München. Die Mehrheit der Befragten (61 Prozent) aus dem Osten der Landeshauptstadt: Genau dort, wo die S-Bahn besonders belastet wird.

„Das ist eine sehr eindrucksvolle Bestätigung unserer Forderung nach dem Ausbau des Schienennetzes im Münchner Osten mit einer Anbindung der Messe München“, so Klaus Dittrich, einer der Sprecher des Bündnisses und Chef der Messe München. „Ohne den viergleisigen Ausbau der Strecke zwischen München-Ost und Markt Schwaben wird dieser Bereich zu einem Flaschenhals“, so der Ebersberger Landrat Robert Niedergesäß, der ebenfalls für das Bündnis spricht. Die Situation werde mit dem Ausbau der Strecke nach Freilassing und den Erdinger Ringschluss weiter verschärft: durch mehr Fahrgäste und Güterverkehr auf der gleichen Trasse.

Das von der Messe München initiierte S-Bahn-Bündnis Ost ist ein parteiübergreifender Zusammenschluss von Umlandgemeinden im Münchner Osten, von Politikern aller Ebenen und Organisationen. Dieser breite Rückhalt aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Bevölkerung untermauert die Forderung des Bündnisses nach einem viergleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen München-Ost und Markt Schwaben mit einer Anbindung der Messe München.

Weitere Informationen finden Sie unter: www.sbahn-buendnis-ost.de