Nachhaltigkeit bei der Messe München

Nachhaltiges Wirtschaften und Projekte zum Umwelt- und Klimaschutz sind für die Messe München strategische Themen. Dies wurde 2020 durch eine Nachhaltigkeitsstrategie verankert. Sie ist ganzheitlich angelegt und orientiert sich an den Sustainable Development Goals (SDGs) der Vereinten Nationen. Sie umfasst eine Vielzahl von Maßnahmen und Projekten in den Bereichen Energie, Wasser, Mobilität, Biodiversität, Soziales, Governance und Ressourcen.

Wichtige Ziele sind unter anderem Nachhaltigkeit messen zu können, eine Zero-Waste-Strategie – also Abfall vermeiden und Ressourcen-Kreisläufe schließen –, CO2-Kompensationsmöglichkeiten für Kund:innen zu etablieren sowie Mobilitätsangebote intern und extern weitgehend CO2-arm und nachhaltiger zu gestalten.

Auf der Basis dieser Nachhaltigkeitsstrategie wurde der „Green Footprint“ – der ökologische Fußabdruck – jetzt auch als zentrale Säule in der neuen Unternehmensstrategie 2026 verankert. Hauptziel ist das Erreichen der CO2-Neutralität der Messe München bis 2030. Das wäre 20 Jahre früher als im Pariser Abkommen vorgesehen.

Mit konkreten Maßnahmen und Projekten flankieren wir unsere Nachhaltigkeitsstrategie und definieren unsere Corporate Social Responsibility (CSR) für Nachhaltigkeit und Umwelt. Mehr Informationen erhalten Sie im Buch „Deutschlands Neue Agenda – die Transformation von Wirtschaft und Staat in eine klimaneutrale Gesellschaft“ (ECON Verlag) mit dem Artikel „Die klimaneutrale Messe ist keine Utopie“ des ehemaligen Vorsitzenden der Geschäftsführung der Messe München GmbH, Klaus Dittrich.

Auch für uns als Messegesellschaft gehört das Thema Nachhaltigkeit zu den größten Herausforderungen unserer Zeit. Der internationale Tag der Umwelt ist daher ein guter Anlass, unsere aktuellen Ziele und Maßnahmen aufzuzeigen, mit denen wir Schritt für Schritt die CO₂-Neutralität bis 2030 erreichen wollen. Besonders stolz sind wir auf die thematischen Schwerpunkte, die zum Thema Nachhaltigkeit sowohl auf unseren Eigenveranstaltungen als auch auf unseren Gastveranstaltungen aktiv platziert werden. Somit trägt die Messe München dazu bei, das Thema Nachhaltigkeit in den jeweiligen Branchen voranzutreiben und entscheidende Impulse zu liefern.

Dr. Reinhard Pfeiffer, Stefan Rummel
  • CEO-Doppelspitze
  • Messe München

Mit einem Maßnahmenkatalog legt die Messe München fest, wie sie baulich und logistisch ihrem nachhaltigen Anspruch gerecht werden kann. Neben der Photovoltaikanlage werden die Hallen C5 und C6 komplett über Fernwärme versorgt, die aus Geothermie gespeist wird. Freiflächen, unter anderem sogar einige unserer Hallendächer, haben wir als naturbelassene Ökofläche angelegt.

Ökostrom und Photovoltaik

Anfang 2020 hat die Messe München komplett auf regenerativ erzeugten Strom umgestellt und ging damit einen weiteren Schritt in Richtung klimaneutrale und nachhaltige Messe. Schon in den Jahren zuvor war mehr als die Hälfte des Strombedarfs aus erneuerbaren Energien gedeckt worden. Durch die vollständige Umstellung auf Ökostrom werden nun im Normalbetrieb jährlich rund 6.400 Tonnen CO₂ eingespart. Unsere neuen Hallen C5 und C6 sowie das Conference Center North Messe München werden ausschließlich über Fernwärme geheizt, die aus Geothermie gewonnen wird.

Die Photovoltaik-Anlage auf den Dächern unserer Messehallen unterstützt die Versorgung mit Ökostrom auf dem Messegelände. Sie gehört zu den weltweit größten Photovoltaik-Dachanlagen. Durch die Nutzung von Sonnenenergie können wir jedes Jahr den Ausstoß von rund 1.600 Tonnen Kohlendioxid vermeiden, der bei der Stromerzeugung aus fossilen Brennstoffen entstehen würde.

Grünes Messegelände

220.000 Quadratmeter Grünflächen, rund 2.500 Bäume, begrünte Hallen-Außenwände und 35.000 Quadratmeter Dachbegrünung – unser Messegelände ist wortwörtlich „grün“.

Durch ein ausgeklügeltes System zur Regenwasserversickerung entlasten wir die Kanalisation. Unsere Messeseen werden mit Regenwasser von den Dachflächen, das wir eigens in Speichern sammeln, gespeist.

Doris Wagner, Director Public Policy & ESG, Lena Haushofer, Exhibition Director ISPO, Philipp Eisenmann, Exhibition Director IFAT und Matthias Strauss, Exhibition Director BAU nehmen den Weltumwelttag zum Anlass, die aktuellen Ziele und die daraus resultierenden Maßnahmen sowie die inhaltliche Relevanz des Themas Nachhaltigkeit im Rahmen der Eigenveranstaltungen aufzuzeigen – Film ab!

Der Klimawandel ist die größte Herausforderung unserer Zeit – Daher hat Nachhaltigkeit als zentrale strategische Grundrichtung Eingang in die Unternehmens-Strategie gefunden. Als oberstes Ziel hat sich die Messe München vorgenommen, bis 2030 CO2-neutral zu sein. Daran knüpft die Messe mit der neuen Abteilung Public Policy & ESG an und bündelt hier sämtliche Nachhaltigkeitsthemen. Die Messe München nimmt ihre Verantwortung als gesellschaftlicher Akteur wahr und trägt den Anforderungen der Gesellschaft Rechnung.

Wagner, Doris
  • Director Public Policy & ESG
  • Messe München

Die Messe München hat in ihrem Portfolio zahlreiche Messen, die per se einen starken Fokus auf nachhaltige Themen haben. Durch internationale Präsenzen tragen diese weltweit zum branchenübergreifenden Informations- und Wissensaustausch bei. Auf unseren weltweiten Plattformen greifen wir auch Themen auf, die für die nachhaltige Entwicklung der Länder – wirtschaftlich und sozial – entscheidend sind.

Um darüber hinaus gemeinsam Lösungen für eine nachhaltige Zukunft voranzutreiben, hat die Messe München gemeinsam mit CIRCULAZE, der Impact Initiative zum Thema Circular Economy, das Nachhaltigkeitsnetzwerk bgreen leaders ins Leben gerufen. „bgreen leaders“ agiert industrieübergreifend und möchte Unternehmen, Start-ups und Investoren eine branchenübergreifende Plattform zur Vernetzung und für Kollaborationen bieten, um ihre Initiativen im Bereich der ökologischen Nachhaltigkeit zu präsentieren und auf diesem Wege Veränderungen anzustoßen.

Mehr über bgreen leaders erfahren

© VDA / Verband der Automobilindustrie, Messe München GmbH

Messeauftritte sind eine wertvolle Bühne für Ihr Geschäftsmodell. Als Nebeneffekt entsteht viel Abfall, der natürliche Ressourcen verbraucht und das Klima belastet. Gemeinsam können wir große Mengen Abfall vermeiden.

Die Messe München schafft Kaufkraft, Steuern und Arbeitsplätze – nicht nur am Standort München, sondern deutschlandweit. Das belegt eine ifo-Studie über die wirtschaftlichen Auswirkungen der Aktivitäten der Messe München. Unsere Messegäste aus aller Welt garantieren eine hohe Kaufkraft und ein hohes Steueraufkommen.

  • In einem durchschnittlichen Messejahr induziert die Messe München deutschlandweit 3,29 Milliarden Euro Kaufkraft, davon 2,6 Milliarden Euro in Bayern.
  • Sie schafft damit rund 27.300 Arbeitsplätze, davon rund 22.600 Arbeitsplätze in Bayern.
  • Das sorgt für Steuereinahmen von bundesweit 646 Millionen Euro, davon fallen 250 Millionen Euro in Bayern an.

Es ist uns ein Herzensanliegen, das Gemeinwohl und die heimische Wirtschaft zu stärken, den Umwelt- und Klimaschutz zu fördern und einen Wissenstransfer an unsere weltweiten Standorte zu leisten.

Diese Haltung wird auch von der Gesellschafterstruktur genährt. Die Messe München gehört zu gleichen Teilen dem Freistaat Bayern und der Landeshauptstadt München als Hauptgesellschafter. Über die Handwerkskammer und die Industrie- und Handelskammer für München und Oberbayern ist auch die Wirtschaft eingebunden. Das Unternehmen ist quasi im Besitz der Bürger:innen und trägt damit in ganz besonderer Weise Verantwortung.