Neues Messekonzept und erneut hohe Internationalität: ceramitec vernetzt Anwenderindustrien und stärkt Keramik als Schlüsseltechnologie
26. März 2026
Keramik ist mehr als nur ein Werkstoff: Sie ist ein stiller Treiber technologischer Fortschritte – oft unsichtbar, aber unverzichtbar. Ob in der Energiewende, in der Medizintechnik oder in der Mobilität: Ohne keramische Lösungen wären viele Innovationen nicht möglich. Welche zentrale Rolle sie spielen, zeigte sich eindrucksvoll auf der ceramitec, die vom 24. bis 26. März 2026 in München stattfand.
Drei Tage lang wurden die Messehallen erneut zum internationalen Treffpunkt einer Branche, die weltweit eng vernetzt ist: Mit 485 Ausstellern aus 38 Ländern und einem Auslandsanteil von 66 Prozent unterstrich die ceramitec ihre internationale Bedeutung. Rund 120 Unternehmen waren entweder erstmals vertreten oder kehrten nach längerer Auszeit zurück. Auf 33.000 Quadratmetern präsentierte die Branche den insgesamt mehr als 11.000 Besuchern aus über 70 Ländern ihre gesamte Bandbreite – von klassischer Keramik bis hin zu hochspezialisierten Anwendungen.
Collin Davis, Executive Director des Geschäftsbereichs Investitionsgüter, zeigt sich zufrieden über das gute Ergebnis: „Die gestiegene Ausstellerzahl, die hohe Internationalität und die Rückkehr vieler Unternehmen zeigen deutlich, wie relevant die Messe für die Branche ist. Wir freuen uns sehr, dass die Neupositionierung so gut angenommen wurde.“ Dem kann sich Dr. Jürgen Blumm, CEO Business Unit Analyzing & Testing bei Netzsch und Fachbeiratsvorsitzender der ceramitec, nur anschließen: „Die ceramitec 2026 ist für uns hervorragend angelaufen. Trotz des schwierigen geopolitischen Umfelds hatten wir deutlich mehr Besucher auf unserem Stand. Das Interesse an neuen Technologien und Innovationen im Bereich der keramischen Werkstoffe ist weiterhin hoch.“
Maritta Lepp, Exhibition Director der ceramitec, ergänzt: „Wir freuen uns sehr über das positive Feedback unserer Aussteller. Besonders die hohe Qualität der Gespräche, das Knüpfen neuer Kontakte und die klare Fokussierung auf relevante Themen wurden hervorgehoben. Auch die verkürzte Laufzeit hat sich als die richtige Entscheidung erwiesen – sie hat zu einer höheren Dynamik und Effizienz auf der Messe beigetragen.“
Marktplatz für Anwenderindustrien
Dabei hat die ceramitec ihre Rolle als zentraler Marktplatz für Anwenderindustrien weiter geschärft. Sie bringt Anbieter und Anwender gezielt zusammen und zeigt, wie keramische Hochleistungswerkstoffe konkrete industrielle Herausforderungen lösen kann – von Energieeffizienz über Verschleißschutz bis hin zu neuen Einsatzfeldern in Hightech-Branchen.
Diese Einschätzung wird auch von internationalen Unternehmen geteilt, die die Messe gezielt für den Ausbau ihrer Geschäftsbeziehungen nutzen. Richard Gaignon, CEO bei 3DCeram, betont: „Was die ceramitec wirklich besonders macht, ist ihr starker Fokus auf technische Keramik und Hochleistungswerkstoffe. Sie ist eine in Europa einzigartige Plattform, um wichtige Akteure aus dem gesamten Ökosystem der technischen Keramik zusammenzubringen.“
Damit wird deutlich, dass die Messe nicht nur als Präsentationsfläche, sondern vor allem als verbindendes Element entlang der gesamten Branche wirkt. Für Dr. Lars Schnetter, Geschäftsführer bei Schunk Ingenieurkeramik, „zeigt die ceramitec eindrucksvoll, wie technologisch breit und zugleich zukunftsfähig unsere Industrie aufgestellt ist – von traditioneller Keramik bis hin zu Hightech-Anwendungen für die Raumfahrt. Sie ist der Ort, an dem die gesamte Branche sichtbar wird und ihre technologische Relevanz nach außen trägt.“
Schwerpunkt Grobkeramik
Traditionell war auch die Grobkeramik ein erneut wichtiger Bestandteil der ceramitec und stand für die industrielle Bedeutung keramischer Anwendungen im Bauwesen. Im neuen Hallenkonzept der A4 wurde der Bereich durch eine zentrale Gastronomiefläche als Treffpunkt aufgewertet, was den Austausch förderte und die Besucherführung verbesserte. Karl Liedel, Bereichsleiter Vertrieb bei Lingl Solead, bestätigt: „Die ceramitec 2026 bot uns wieder eine hervorragende Plattform, um mit unseren weltweiten Partnern und Kunden im persönlichen Gespräch zu begegnen. Das neue Hallenkonzept hat für deutlich mehr Besucherverkehr in der Halle gesorgt.“
Hohe Qualität und starke Geschäftsplattform
Die ceramitec überzeugte darüber hinaus durch ihre hohe fachliche Qualität und ihre Funktion als internationale Geschäftsplattform. Entscheidungsträger aus Industrie, Forschung und Anwenderbranchen nutzten die Messe gezielt für konkrete Projektgespräche und die Suche nach Partnerschaften, wie Thomas Nogueira, CEO bei Arc Impact (Desktop Metal), bestätigt: „Mit ihrer außergewöhnlichen technischen Tiefe und ihrer starken Anwendungsorientierung ermöglicht die ceramitec einen hochwertigen, zukunftsorientierten Dialog mit Partnern und Kunden aus aller Welt, was wir als ein wesentliches Highlight der Veranstaltung betrachten.“
Diese Einschätzung wird auch durch die Besucherstruktur untermauert, die ein besonders hohes Maß an Expertise und Entscheidungskompetenz vereint. Andrea Pasquali, CEO bei Keller HCW, sagt: „Was die ceramitec so wertvoll macht, ist nicht nur die Besucherzahl, sondern das hohe Fachwissen und die Entscheidungsbefugnisse, die hier vertreten sind. Sie treffen Menschen, die Investitionsentscheidungen, Technologie-Roadmaps und Produktionsstrategien aktiv mitgestalten. Genau das ist das Publikum, das wir ansprechen wollen. Was ich an der ceramitec besonders schätze, ist, dass sie geschäftliche Relevanz mit Inspiration verbindet.“
Konferenzprogramm setzt Impulse
Währenddessen griff das Konferenzprogramm der ceramitec Zukunftsthemen auf und bot eine wichtige Plattform für den Wissenstransfer. Im Mittelpunkt standen Dekarbonisierung und energieeffiziente Produktion, Digitalisierung entlang der Prozesskette, additive Fertigung sowie neue Anwendungen in den Bereichen Energie, Umwelttechnik, Medizintechnik und Mobilität. Formate wie die „ceramitec talks”, geführte Touren und Networking-Angebote förderten den interdisziplinären Austausch zwischen Industrie, Forschung und Nachwuchs.
Dass diese Themen den Nerv der Branche treffen und die Diskussionen maßgeblich prägen, unterstreicht auch Thiago Boscolo Costa, Vice President bei Saint-Gobain Performance Ceramics and Refractories: „Die diesjährigen Diskussionen bestätigen, dass der Schwerpunkt eindeutig auf der Verbesserung der Prozesseffizienz und der Bewältigung von Nachhaltigkeitsherausforderungen in Hochtemperaturindustrien liegt, was die Veranstaltung zu einem wichtigen Forum für den Austausch von Perspektiven und die Abstimmung zukünftiger Prioritäten macht.“
Dr. Johannes Homa, CEO bei Lithoz, bringt es abschließend auf den Punkt: „Die ceramitec ist für uns nicht nur die globale Leitmesse rund um diesen Werkstoff. Unser Engagement auf der ceramitec bedeutet für uns darüber hinaus auch ein ‚Nachhause-Kommen‘, sie ist die starke Homebase für unsere gesamte Branche.“
Die nächste ceramitec findet vom 25. bis 27. April 2028 in München statt.
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- PR Manager