Kaufkraftstudie: Messe München erzeugt bundesweiten Wirtschaftseffekt von 4,45 Mrd. Euro und sichert 34.400 Jobs
19. Mai 2026
Eines der unternehmerischen Ziele der Messe München ist die Förderung der regionalen Wirtschaft. Daher befasst sich eine aktuelle Studie des Forschungsunternehmens Prognos mit den wirtschaftlichen Effekten, welche die Messe München in einem durchschnittlichen Messejahr erzielt. Die Studienergebnisse zeigen, dass die Veranstaltungen am Messeplatz München durchschnittlich einen bundesweiten Wirtschaftseffekt in Höhe von 4,45 Mrd. Euro erzielen und rund 34.400 Arbeitsplätze in Deutschland sichern.
Ziel der aktuellen Prognos-Studie war die Quantifizierung der wirtschaftlichen Bedeutung von Veranstaltungen auf dem Gelände der Messe München in einem durchschnittlichen Messejahr für München, die Region und darüber hinaus.
Deutliche Steigerung im Vergleich zur Vorgängerstudie
Die Ergebnisse der aktuellen Studie weisen eine deutliche Steigerung der wirtschaftlichen Effekte gegenüber der Vorgängerstudie (2019: 3,29 Mrd. € / 27.000 Arbeitsplätze) auf. So steigen die Umsatzeffekte bundesweit gegenüber der Vorgängerstudie um +35% an.
Die Treiber für die Steigerungen sind insbesondere ein gestiegener Anteil internationaler Aussteller und Besuchender sowie konstant hohe Aussteller- und Besucherzahlen am Messeplatz München.
„Die aktuellen Zahlen machen deutlich: Die Messen und Kongresse am Messestandort München sind mehr als Plattformen für Innovation und Austausch. Sie sind ein wirtschaftlicher Motor für München, Bayern und ganz Deutschland. Mit einem Kaufkrafteffekt von 4,45 Milliarden Euro und rund 34.400 gesicherten Arbeitsplätzen leisten unsere Veranstaltungen einen substanziellen Beitrag zur Stabilität und Zukunftsfähigkeit der regionalen Wirtschaft“, erklären die beiden CEOs der Messe München, Dr. Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel in einem gemeinsamen Statement.
Im Mega-Messejahr 2025 verzeichneten die Veranstaltungen der Messe München insgesamt 34.600 Aussteller und über 2,5 Mio. Besuchende am Standort in München. Damit übersteigt die Zahl der Besuchenden die Zahl der Einwohner Münchens von 1,6 Mio. Menschen deutlich.
Jobmotor: Wachstum der geschaffenen Arbeitsplätze
Besonders positiv ist die Auswirkung von Messen und Kongressen auf die Entstehung von dauerhaften Arbeitsplätzen, die als Effekt der Kongresse und Messen geschaffen und gesichert werden. Im Vergleich zur Vorgängerstudie steigt die Zahl der bundesweit geschaffenen Arbeitsplätze um +26% auf insgesamt 34.400. In München steigt die Zahl der Arbeitsplätze um +8% auf 17.600. In Bayern, inkl. der Landeshauptstadt, steigt die Zahl der Arbeitsplätze um +10% auf 24.800.
Messenahe Dienstleistungen und Hotel- und Gaststättengewerbe profitieren durch Arbeitsplätze
Besonders die messenahen Dienstleistungen und das Hotel- und Gaststättengewerbe profitieren von den Veranstaltungen am Messeplatz München. So entstehen allein in München rund 7.700 Jobs in messenahen Dienstleistungen, beispielsweise in den Bereichen Standbau und -design, Logistik, Standtechnik, Catering und Marketing. Im Münchner Gastgewerbe werden rund 5.000 Arbeitsplätze geschaffen und langfristig gesichert. Allein in der bayerischen Landeshauptstadt führen die Kongresse und Messen jährlich zu rund 1,7 Mio. der 19,7 Mio. Übernachtungen im Jahr 2025.
Mehr Aussteller und Gäste aus dem Ausland
„Besonders begrüßen wir den wachsenden Anteil internationaler Aussteller und Besuchende. Aus den Ländern, in denen die Messe München Standorte hat und Messen veranstaltet, kommen besonders viele Aussteller und Gäste zu den Veranstaltungen nach München. Vor dem Hintergrund globaler Herausforderungen zeigen diese Zahlen, wie wichtig die Auslandsaktivitäten der Messe München für den heimischen Messestandort sind“, betonen die beiden CEOs der Messe München, Dr. Reinhard Pfeiffer und Stefan Rummel.
Das zeigt auch die aktuelle Untersuchung: Unter den Top 10 der am stärksten wachsenden Ausstellerländer befinden sich China, Indien, die Türkei, Saudi-Arabien und Singapur. Gleiches gilt für das Wachstum der Besucherländer. Unter den Top 15 der am stärksten wachsenden Besucherländer sind China, Indien, die Türkei und Brasilien zu finden.
Dies führt nicht nur zu einer Steigerung der Gästezahlen in München, sondern generiert auch überdurchschnittliche Kaufkrafteffekte, die sich aus der längeren Verweildauer der Gäste in Abhängigkeit zum Anreiseweg ergeben.
Wachstum bei veranstaltungsinduzierten Steuereinnahmen
Die durch die Veranstaltungen der Messe München ausgelösten Steuereinnahmen sind im Vergleich zur Vorgängerstudie insgesamt um +12% gestiegen. In Summe wurden 726 Mio. Euro an bundesweiten Steuereinnahmen generiert. 47 Mio. Euro fließen an die Stadt München, 266 Mio. Euro an das übrige Bayern. Im Rest Deutschlands, außerhalb Bayerns, entstehen Steuereinnahmen von 69 Mio. Euro, während der Bund mit 344 Mio. Euro den größten Anteil erhält. Betrachtet wurden dazu fiskalische Effekte, die auf Wertschöpfungsaktivitäten zurückführbar sind.
Wirtschaftliche Effekte für die regionale Wirtschaft
Ähnlich wie in der Vorgängerstudie fiel die Verteilung der wirtschaftlichen Effekte aus. Rund die Hälfte der Effekte entfällt auf München, weitere 20% auf das übrige Bayern und die verbleibenden 30% auf das übrige Bundesgebiet.
In einem durchschnittlichen Messejahr profitieren, über die Stadt München hinaus, der Landkreis Freising sowie der Landkreis München am stärksten. In Freising werden 136 Mio. Euro von den 861 Mio. Umsatzeffekten für Bayern generiert, im Landkreis München 86 Mio. Euro.
Messe München belegt Spitzenplatz in Deutschland
Der Messeplatz München belegt im deutschlandweiten Vergleich einen Spitzenplatz in Bezug auf die wirtschaftlichen Effekte. Laut einer Studie des Branchenverbands Ausstellungs- und Messe-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft e.V. (AUMA) löst die gesamte deutsche Messebranche Kaufkrafteffekte in Höhe von 29,9 Mrd. Euro aus und schafft insgesamt 280.000 Arbeitsplätze. Mit einem Kaufkrafteffekt von 4,45 Mrd. Euro trägt die Messe München 15% zu dem Gesamtergebnis der bundesweiten Messeindustrie bei und belegt damit einen Spitzenplatz unter den rund 70 Messeplätzen in Deutschland.
Über die Studie
Die Kaufkraftstudie wurde von dem Forschungsunternehmen Prognos AG im Auftrag der Messe München erstellt. Kern der Untersuchung ist die Bestimmung der wirtschaftlichen Bedeutung von Eigen- und Gastveranstaltungen auf dem Gelände der Messe in einem durchschnittlichen Messejahr. Zu diesem Zweck wurden in den Jahren 2024 und 2025 bei sieben Veranstaltungen der Messe München rund 2.600 Aussteller und 6.200 Besuchende befragt. Im Wesentlichen wurden das Ausgabeverhalten der Aussteller und Besuchenden im Rahmen eines Messebesuchs erfasst und die wirtschaftlichen Effekte für das gesamte Veranstaltungsportfolio berechnet.
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- Stv. Unternehmenssprecherin, Themen: Nachhaltigkeit, Digitalisierung, Wirtschaft, Netzwerke